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2. BDA Montagsgespräch zur Diskussion um das Schauspielhaus


Köln, 28. März 2010.

Die ausschnittsweise Videodokumentation zum BDA Montagsgespräch am 23. März 2010 ist nun online.

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BDA Montagsgespräch zur Diskussion um das Schauspielhaus



Prof. Werner Ruhnau dwb Architekt BDA berichtete als Augenzeuge vom Bau des Schauspielhauses und seiner Freundschaft mit Wilhelm Riphahn, dem Architekten des Ensembles aus Oper, Schauspielhaus und Opernterrrassen.

Köln, 23. Februar 2010. Das BDA Montagsgespräch "Spielplanänderung im Opernquartier?" am 22. Februar widmete sich der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Schauspielhauses. Befürworter von Erhalt und Sanierung trafen auf Befürworter von Abriss und Neubau.

Nach einer Begrüßung und thematischen Einführung von Jörg Leeser (Architekt BDA, Vorstand BDA Köln) folgten zwei Impulsvorträge von Dr. Stefan Kraus (Direktor des Kolumba Kunstmuseums, Köln) und Prof. Werner Ruhnau (dwb Architekt BDA aus Essen). In der anschließenden, von Claudia Dichter (WDR5) moderiereten Podiumsdiskussion traffen Frank Deja (Mut zu Kultur / Köln kann auch anders), Walter Thiess (Architekt BDA, Köln), Dr. Ulrich Wackerhagen (Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion) und Patrick Wasserbauer (Geschäftsführender Direktor der Bühnen der Stadt Köln) aufeinander, bevor das Publikum Gelegenheit zu Fragen und eigenen Stellungnahmen bekam.

Mit etwas 250 Besuchern erreichte das Domforum seine maximale Kapazität; etliche Interessierte konnten bedauerlicherweise nicht mehr eingelassen werden. Die Veranstaltung wurde auf Video dokumentiert; Ausschnitte werden in Kürze via Internet veröffentlicht.

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Rolf Link, Architekt BDA, feiert seinen 80. Geburtstag

Köln, 30. Januar 2010

Wir gratulieren unserem Mitglied Rolf Link, Architekt BDA, zu seinem 80-sten Geburtstag, den er am 30. Januar 2010 feiert.  Nach Studium an der Kölner Werkschule bei Dominikus Böhm, Mitarbeit im Büro Böhm u.a. mit Heinz Bienefeld, gründete er 1958 das freiberufliche Büro, das heute von seinen Söhnen Paul und Martin weitergeführt wird. 1990 gründete er in Leipzig ein weiteres Büro. In den Jahren 1969 und 1971 war er Preisträger des Kölner Architekturpreises. Seit 1. Januar 1971 ist er Mitglied des BDA Köln.

Rolf Link feiert seinen Geburtstag ab 13:00 Uhr mit einem Empfang in seinem Atelier in Rondorf.


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Prof. Gottfried Böhm!

Köln, 23. Januar 2010

Prof. Gottfried Böhm wird am 23. Januar 2010 90 Jahre alt.

Gottfried Böhm wurde als Sohn des berühmten Kirchenbauers Dominikus Böhm 1920 in Offenbach am Main geboren.

Dass er sich 1942 zunächst für ein Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie in München entschied, und nicht direkt mit einem Architekturstudium begann, wird prägend für sein späteres Werk. Sehr bald besucht er aber parallel Seminare in der Architekturabteilung der TU München bei Döllgast, Abel und Vorhoelzer, wo er das Studium 1947 abschließt.

Schon bei seinem ersten eigenständigen Bau, der Kölner Kolumbakapelle, gelingt ihm was viele seiner späteren Bauten auszeichnet: der Botschaft eines Gebäudes bildhaft Gestalt zu geben. Aus der zerstörten Kirche hat man eine Madonna gerettet und wie sich die Menschen notdürftig in den Trümmern ihrer Häuser einrichten so tut er es unter tätiger Mithilfe befreundeter Künstler für die Madonna. Eine stehen gebliebene Mauerecke überspannt ein zeltartiges Dach. Das erinnert an die provisorischen Schutzdächer für die Überlebenden des Krieges ist aber gleichzeitig kostbarer Baldachin für die Madonna. Ludwig Gies hat sie auf den in Glas aufgelösten Wänden mit einem durchscheinenden Sturm von Engeln umgeben, die vor der Einbeziehung der Kapelle in das neue Diözesanmuseum mit jedem Sonnenstrahl aufleuchteten und mit jeder Wolke erloschen. Die Kölner liebten ihre Madonna in den Trümmern. Den Einbau der Kapelle in das Diözesanmuseum von Peter Zumthor hat Gottfried Böhm nie ganz verkraften können.

1950 war er in der Wiederaufbauplanung unter Rudolf Schwarz tätig. Ein längeren Aufenthalt 1951 in den USA schloss sich an. Er arbeitete bei den Architekten Brother Cajetan Baumann in New York und besuchte Mies van der Rohe, Walter Gropius und Phillip Johnson. Die Eindrücke dieser Begegnungen blieben nicht ohne Einfluss auf sein Werk. Ab 1952 führt er mit seinem Vater das Architekturbüro in Köln und übernimmt 1955 nach dessen Tod die alleinige Leitung des Büros. Seit 1. Januar 1953 ist er Mitglied des Bundes Deutscher Architekten BDA.

Sehr wichtig war es ihm, die eigenen Vorstellungen vom Zusammenleben der Menschen in seinen Bauten zu verwirklichen. Sein eigenes Haus in Köln Weiß – das auf den ersten Blick an einen Bau von Mies van der Rohe erinnert, stellt mit seinem sehr offenen Grundriss um einem kleinen Innenhof herum ein Modell seiner ganz persönlichen Idee familiären Zusammenlebens dar.
Seinen Kirchen lagert er Eingangsbereiche vor als Treff für die Gemeinde nach der Messe oder zum Feiern, etwa einen durch eine Mauer abgeschlossenen Hof wie bei der Herz-Jesu-Kirche in Schildgen oder eine große Vorhalle unter säulengetragenem Vordach wie bei der Pfarrkirche Igreja Matriz in Blumenau - Brasilien.

Bei der Wallfahrtskirche Maria Königin des Friedens in Velbert Neviges wird dieser Vorplatz in das Innere der Kirche verlegt, überdacht durch eine grandioses zeltartiges Dach.
Der Bedeutung der demokratischen Verfassung in der Gesellschaft will er ein ausdrucksstarkes Zeichen setzen. Zu einer Zeit, in der nüchterner Funktionalismus und bescheidenes Auftreten des Staates allgemeines Kredo waren, gelang es ihm dank seines einzigartigen Gefühls für die skulpturale Form mit dem Rathaus in Bensberg eine weithin sichtbare Stadtkrone zu schaffen.

Als er vom Bundeskanzler Helmut Kohl noch vor dem Mauerfall aufgefordert wurde eine neue Kuppel auf das Reichstagsgebäude in Berlin zu setzen, platzierte er den Plenarsaal in die Kuppel hinein, so dass jeder von weitem sehen konnte, wo die Regierung tagt.Ebenso wichtig wie das ausdrucksstarke Gebäude ist ihm die Einbindung seiner Bauten in den städtebaulichen Zusammenhang. Seit 1963 Professor an der RWTH Aachen für Stadtbereichsplanung und Werklehre setzt er wichtige Impulse für ein städtebauliches Umdenken. Während in den 60er Jahren unter dem Diktat der Verkehrsplanung und dem Leitbild der Stadtlandschaft die Städte ihren urbanen Zusammenhang zunehmend einbüßen, will Gottfried Böhm wieder den Stadtraum als Straßenraum und Stadtplatz, als Aufenthaltsraum mit Erlebnisqualität zurückgewinnen, gefasst von geschlossenen Gebäudefluchten und Blockstrukturen.

Aus dem gleichen Grund greift er alte Bauformen wieder auf wie etwa die Glaspassage.

In seinem Wettbewerb für das Kölner Technische Rathaus in Köln Deutz 1975, schlägt er große Glashallen über den Höfen vor, eine Idee die er im Hauptgebäude für die Züblin AG 1981 – 85 erstmalig verwirklichen konnte und die dann Vorbild wurde für die vielen Glashallen, die unsere Städte heute prägen.

Sein Ausdrucksmittel war nicht das theoretische Manifest, sondern der Zeichenstift. In vielen einzigartigen Kohle- und Bleistiftzeichnungen hat er seine Vorstellungen zu Papier gebracht und in zahlreichen Ausstellungen über die Kraft der Bilder die Menschen überzeugt.

Unter den zahlreichen Preisen ,Auszeichnungen und Ehrungen, die er für sein Werk erhielt, ist besonders der Pritzker-Preis zu nennen, der wichtigste internationale Preis für Architektur, den er als bisher einziger Deutscher bekam.

Unabhängig davon, dass seine Söhne Stephan, Peter und Paul in eigenen Büros die väterliche Tradition fortführen, ist er bis heute in seinem Beruf tätig. 2004 wurde seine Zentralbibliothek in Ulm eingeweiht, 2006 das Hans-Otto-Theater in Potsdam und zur Zeit ist er mit verschiedenen Projekten beschäftigt, darunter Neubauten von Kirchtürmen oder Gutachten für Verwaltungsbauten, deren Realisierung er sich in Zukunft erhofft. In Köln hat Gottfried Böhm eine Vielzahl von Gebäuden realisiert und durch seine Konzepte für den Heumarkt, die Ost-West Achse mit dem Rudolfplatz und der Hahnenstraße und das Umfeld des WDR - wichtige Anstöße für die Entwicklung der Stadt gegeben, -oft im Zusammenhang mit Projekten, die seine Handschrift tragen.

Köln, im Januar 2010


Neue Mitglieder im BDA Köln

Köln, 1. Januar 2010

Seit Jahresanfang 2010 haben wir drei neue Mitglieder, die wir herzlich im BDA Köln begrüßen:

Ludwig Heimbach · dwb Dipl.-Ing. Architekt BDA · Köln / Berlin · www.ludwig-heimbach.com

Prof. Marco Hemmerling · dwb Dipl.-Ing. Architekt BDA · Köln · www.marcohemmerling.com

Aysin Ipekci · Dipl.-Ing. Architektin BDA · Köln / Istanbul · www.studyo.org


Wir trauern um Elmar Schossig, Architekt BDA

Köln, 15. Dezember 2009

Wir trauern um unser Mitglied Elmar Schossig, der am 15. Dezember 2009 im Alter von 59 Jahren starb. Mit seiner Frau, Prof. Dörte Gatermann, führte er seit 1984 das Architekturbüro Gatermann Schossig, das  Projekte wie  die Rimowa-Kofferfabrik (1985/1986), das Pumpwerk in Köln-Niehl (1994) oder das Kontor 19 im Rheinauhafen (2004-2006)  realisierte. Mit energieoptimierten Projekten wie den Stadtwerken Bochum oder dem Capricornhaus Düsseldorf machte  Elmar Schossig  auch international  auf sich aufmerksam. Zu seinem Tode findet sich bei koelnarchitektur.de eine ausführliche Würdigung: »www.koelnarchitektur.de/pages/de/home/aktuell/2406.htm


Wir trauern um Günter Hagen, Architekt BDA

Köln, 14. Dezember 2009

Wir trauern um unser Mitglied Günter Hagen, der am 14. Dezember 2009 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Zu seinen Tätigkeiten und Werken als Architekt zählen u.a. die Gestaltung der Innenräume des ehemaligen Kolumba-Museums am Roncalliplatz (1959), die Renovierung der Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Grevenbroich (1964 bis 1987), die Instandsetzung der Basilika in Kevelaer (1969), der Neubau der Hildeboldkirche in Frechen-Königsdorf (1976), die Instandsetzung der Chorruine Kloster Heisterbach, die Instandsetzung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Brauweiler und auch die Instandsetzung von St. Aposteln, Köln. Sein Nachlaß war im Historischen Archiv der Stadt Köln untergebracht und ist mit diesem am 3. März 2009 im Abgrund versunken.


Letzte Änderung dieser Seite: 29.03.2010 13:25 Uhr.

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